Albert Herzog

ein junger Maurermeister legt ein Fundament …

Das Jahr 1919 war ein Jahr leise keimender Hoffnung. Nach dem schrecklichsten Krieg, den die Menschheit bis dato gesehen hatte, war endlich Friede eingekehrt und langsam kamen die Soldaten des untergegangenen Kaiserreichs nach Hause zu ihren Familien.

Albert Herzog war seit Oktober 1910 als k.u.k. Pionier in Linz stationiert gewesen und hat daher den großen Krieg in seiner vollen Länge erleben müssen. Nach seiner Heimkehr im November 1918, schien auch er entschlossen, das Erlebte möglichst schnell hinter sich zu lassen. Am 14. Jänner 1919 heiratete er Anna Mayrhofer vom Ottinggut in Leogang. Wenige Monate später, im Juni 1919, kauften die beiden das Objekt in der Saalfeldnerstraße 199 in Zell am See welcher zum Firmensitz des Einzelunternehmens des Maurermeisters Albert Herzog wurde.

Albert Herzog war am 20. April 1889 in Saalfelden als uneheliches Kind der Anna Herzog geboren worden. Sein Vater war der Maurermeister und Kalkbrenner Josef Rainer aus Maria Alm. Albert erlernte ebenfalls das Maurerhandwerk und war bis 1910 im Betrieb des Vaters tätig. Nach seiner Zeit beim Militär arbeitete er als Polier und selbstständiger Bauleiter bei der Firma Wiechenthaler in Saalfelden. Seine Meisterprüfung legte er am 29. April 1919 in Graz ab. Damit war der Weg in die Selbständigkeit geebnet.

Das Maurerunternehmen in Zell am See begann klein. Der Bauhof wurde auf dem Gelände der Strubergasse errichtet. Dort befanden sich auch eine Kalkgrube und ein Kalkmagazin. Der darauf befindliche Schuppen wurde zum ersten Lagerplatz des noch jungen Betriebs.

In den ersten Jahren des Bestehens stellte man Hohlblocksteine und Betonziegel noch selbst her. Auch Betonrohre wurden im Magazingebäude des Bauhofes zuerst händisch erzeugt, später dann mit einer Stampfmaschine. Die Materiallieferungen erfolgten mit der Eisenbahn: Vom Bahnhof wurden diese mit Pferdefuhrwerken zum Bauhof oder direkt zu den Baustellen gefahren. 

In Zell am See waren die Jahre zwischen den Weltkriegen von zahlreichen Verbesserungen und Modernisierungen der vorhandenen Infrastruktur geprägt. Die zunehmenden politischen Unsicherheiten verschärften die Krise zusehends. Gerade noch rechtzeitig, so könnte man im Nachhinein sagen, gelang es der Zeller Bevölkerung im Jahre 1927 aber, ein Bauvorhaben zu realisieren, das den Grundstein für die erfolgreiche touristische Entwicklung in Zell am See legen sollte: Der Bau der ersten Seilbahn Salzburgs, der Schmittenhöhebahn! Mit dabei war selbstverständlich der Vorzeigebetrieb von Albert Herzog.

Mehr über dieses spannende erste Großprojekt der Firma lesen Sie in unserem nächsten Beitrag…

100 JAHRE

Am 14. Juni 1919 kaufte der Maurermeister Albert Herzog ein Grundstück in der Saalfeldnerstraße in Zell am See. Er legte damit den Grundstein für sein Bauunternehmen, das in den nächsten 100 Jahren zum Inbegriff für Qualität und Innovation im Bau werden sollte.

Das Jahr 2019 steht ganz im Zeichen unseres Jubiläums. Der Blick zurück ist zwar nicht unbedingt die große Stärke eines Unternehmens, das sich vor allem mit der Zukunft beschäftigt; trotzdem sind die Mitarbeiter von Herzog Bau und die Familie selbst stolz darauf, was in den vergangenen Jahrzehnten alles geleistet wurde.

Deshalb nehmen wir das 100-jährige Firmenbestehen zum Anlass, um ein bisschen in die Geschichte von Herzog Bau zu blicken und Ihnen das Unternehmen und die Menschen dahinter näher zu bringen.

In den kommenden Monaten werden wir auf dieser Seite einige Highlights der Unternehmensgeschichte präsentieren: Tolle Bauprojekte, Kuriositäten aus dem Arbeitsalltag und Interessantes von und über die Menschen, die das Unternehmen seit der Gründung mitgeprägt haben.