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100 Jahre
Herzog Bau – die Feier

ein rauschendes Fest unter dem Motto „Fest reden statt Festreden“

Am 29. Juni fanden sich gut 400 Gäste am Bauhof im Brucker Gewerbegebiet ein, um gemeinsam die Feierlichkeiten anlässlich des 100. Firmenjubiläums zu begehen. Die drückende Hitze ließ manchen Böses ahnen, Gastgeber Albert Herzog mahnte jedoch Geduld ein: Für die späteren Nachtstunden stellte er Abkühlung in Aussicht und zeigte sich zuversichtlich, dass die Festgesellschaft so lange werde durchhalten können. Hier sollte er Recht behalten!

Albert Herzog setzte es sich zum Ziel, die Unterhaltung den Gästen selbst zu überlassen und versprach, auf allzu lange Reden verzichten zu wollen. „Lieber fest reden statt Festreden“, so lautete sein sinniges Motto für den Abend. Mitarbeiter, Kunden, Projektplaner, Partner, Freunde und Familie ließen sich das nicht zwei Mal sagen und unterhielten sich prächtig. Die ausgezeichnete Verköstigung durch das Catering-Team von Seewirt, Metzgerei Schultes und Eder Hütte brachte die Gäste nur kurz zum Verstummen. Für eine nachhaltige Hydrierung der Festgesellschaft zeichneten Eder Rudi und sein Team erfolgreich verantwortlich.

Ganz ohne Worte aber lässt sich kein Jubiläum begehen, schon gar kein hundertjähriges. So blickte Albert Herzog demütig, dankbar aber auch in heiterer Erinnerung auf seine drei großen Vorgänger zurück und skizzierte kurz Leben und Wirken seines Großvaters Albert Herzog, seines Vaters Herbert sowie seines leider viel zu früh verstorbenen Bruders Michael. Zur Sprache kamen die wichtigsten Projekte aus 100 Jahren Firmengeschichte, Anekdoten und sportliche Höchstleistungen der drei „Herzöge“. Albert Herzog blickte jedoch auch voller Zuversicht in die Zukunft, denn die „Next Generation“ in Form von Stefan und Christoph Herzog steht schon in den Startlöchern!

Mit Unterstützung des Moderators an diesem Abend, Sebastian Kaufmann, ging es weiter mit einem großen Dankeschön an Kunden, Partner sowie Projektplaner. Die entsprechenden Ehrungen nahmen stellvertretend Erich Egger von der Schmittenhöhebahn AG für die Kunden, Sepp Eder (Salzburger Sand- und Kieswerke) für die Partner und Elisabeth Brücke-Schmid für die Projektplaner entgegen. Dabei wurden neben lobenden Worten selbstverständlich auch allerhand lieb gemeinte Bosheiten ausgetauscht, was die Heiterkeit im Zelt zusätzlich steigerte.

Die Mitarbeiter sind bekanntlich das Um und Auf bei Herzog Bau, deshalb nahm sich der Geschäftsführer für die Ehrung dieser besonders gerne Zeit. Stellvertretend für die vielen Generationen kamen aufs Podium: Friedl Farnberger, Hugo Fankhauser, Hans Peter Blaickner und Lehrling Michael Pucher. Albert Herzog freute sich besonders, dass 100% der geladenen Senioren seiner Einladung gefolgt waren und zusammen mit ihren jüngeren Kollegen das Jubiläum feierten. Die aufs Podium gebetenen ehemaligen und aktiven Mitarbeiter gaben ihre schönsten Erinnerungen aus ihrer Zeit bei Herzog Bau zum Besten und bedankten sich ihrerseits bei der Geschäftsleitung für die gute Sorge um ihre Arbeitskräfte. Besonders wurde hervorgehoben, dass man immer mit den besten Materialien und neuesten Maschinen arbeiten durfte und noch immer darf! Albert Herzog hingegen lies die Anwesenden wissen, dass, wenn Herzog Bau vom „feinen Unterschied“ spreche, in erster Linie die Mitarbeiter gemeint seien – was auch die Kunden immer wieder bestätigten!

Nebst zahlreichen unterhaltsamen Show-Einlagen und stimmungsvoller Partymusik waren es vor allem die anwesenden Gäste, die der Jubiläumsfeier ihre besondere Atmosphäre verliehen. Sie tanzten, lachten und schwatzten fest, ganz so wie es sich der Hausherr gewünscht hatte. Tatsächlich kamen viele der Anwesenden noch in den Genuss der mit dem Einbruch der Dunkelheit aufkommenden Kühle. Die Müdigkeit war an diesem Abend als Gast nicht geladen, und so kam es, dass einige beim Verlassen des Festzeltes das pralle Sonnenlicht auf dem Brucker Bauhof empfing. Es war ein rauschendes Fest gewesen und das Team von Herzog Bau hatte selbst als Veranstaltungsorganisator sein Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Großer Dank gilt allen fleißigen Helferinnen und Helfern, die dieses Fest ermöglicht haben! Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jubiläum!

Bauen für
Handel und Gewerbe

In der Wirtschaft kommt es darauf an, ein vertrauensvolles Verhältnis zu Geschäftspartnern aufzubauen und zu pflegen. Zwei österreichische Vorzeigeunternehmen, die ihre Hauptsitze im Pinzgau haben, setzen dabei schon viele Jahre auf Herzog Bau und gemeinsam mit ihnen konnten wir etliche herausfordernde Projekte verwirklichen:

Hagleitner Hygiene ist eigentlich jedem ein Begriff, finden sich die Hygienelösungen doch auf Toiletten und Sanitärräumen überall auf der Welt. Doch nicht nur die bekannten Seifen- und Handtuchspender stammen aus dem Zeller Unternehmen. Hagleitner bietet auch innovative Produkte im Bereich Küche, Objektreinigung, Desinfektion und Wäsche. Hans Georg Hagleitner, Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens, lernte Albert Herzog schon in der Hauptschule in Zell am See kennen. Einige Jahre später im Jahr 1997, Hans Georg Hagleitner war mittlerweile im elterlichen Betrieb tätig, durfte Herzog Bau das erste große Projekt in Maishofen umsetzen. Das rasante Wachstum, das Hagleitner Hygiene seit Ende der 1990er-Jahre beschieden war, führte zu weiteren Aus- und Neubauten in kürzester Zeit. In den Jahren 2000, 2004, 2005 und 2014 war Herzog Bau an den Erweiterungen des Betriebs beteiligt. 2010 wurden das Lager und Kompetenzzentrum in Wien errichtet – ebenfalls wieder von Herzog Bau. So wie Hagleitener Hygiene selbst für hohe Qualität und Innovation steht, schätzt man dort einen Partner, dem diese Werte genauso wichtig sind. So vertraut Hagleitner auch bei der Erweiterung seiner chemischen Produktion erneut auf Herzog Bau – dieser Großauftrag startet noch 2019.

Qualität und Innovation sind Stichworte, bei denen auch Christoph Bründls Augen zu leuchten beginnen. Der Vorzeigeunternehmer, der das mehr als 60 Jahre bestehende Familienunternehmen zu einem der führenden Spezialisten auf dem Gebiet der Sport- und Freizeitbekleidung sowie des modernen Ski- und Bikeverleihs gemacht hat, sagte sich erst jüngst von der Intersport-Gruppe los. Bründl Sports, wie das Unternehmen ab September 2019 offiziell heißen wird, hat mit mittlerweile 27 Shops an neun Standorten und mehr als 550 Mitarbeitern eine Dimension erreicht, die es zum größten privaten Sporthandel Österreichs macht. Begonnen hat alles in den Fünfzigerjahren, als Johann Bründl einen Skiverleih in einer Kapruner Garage eröffnete. Den Startschuss in eine neue unternehmerische Ära fiel aber 2001 mit dem Bau des Flagshipstores in Kaprun.

Nur ein Jahr nach der Katastrophe von Kaprun wagte Christoph Bründl diesen mutigen Schritt in die Zukunft zusammen mit Herzog Bau. Das Bauprojekt war ehrgeizig. Architektonisch betrat man für Pinzgauer Verhältnisse damals völliges Neuland, aber es waren vor allem der Bauzeitplan und die Nähe zur Kapruner Ache, die dem Team von Herzog Bau wieder einmal alles abverlangten. Dazu kamen wenig Platz und eine Vielzahl an Anrainern, die den Bau des Bründl Stores zu einer Herkulesaufgabe machten. Doch wie so oft schaffte man die termingerechte Fertigstellung und es konnte rechtzeitig eröffnet werden. Knappe acht Jahre später juckte es Christoph Bründl jedoch erneut und das noch nicht gerade alte Gebäude musste dem neuen Flagshipstore weichen. Auch hier gelang – trotz großer Herausforderungen – wieder eine zeitgerechte Umsetzung und Herzog Bau wurde auch weiterhin mit diversen Bauaufträgen in Kaprun, Saalbach und Saalfelden betraut. Die Wertschätzung von Mitarbeitern sowie das Bekenntnis zu Qualität und Innovation verbindet die beiden Unternehmen ebenso wie die erfolgreichen Projekte, die man bereits gemeinsam umsetzen konnte.

Hagleitner Hygiene und Bründl Sports stehen stellvertretend für die vielen Partner in der Region, die ihre Bauprojekte für Handel und Gewerbe der Verantwortung von Herzog Bau unterstellen. Von Unternehmer zu Unternehmer weiß man Handschlagqualität ebenso zu schätzen wie das Verständnis für die Anforderungen und die Rahmenbedingungen der verschiedenen Bauprojekte. Wir von Herzog Bau freuen uns, wenn wir gemeinsam mit den vielen innovativen und tatkräftigen Unternehmern in der Region Bauvorhaben umsetzen können, die der Qualitäts- und Wertschöpfungssteigerung ebenso dienen wie der Sicherung der Arbeitsplätze der vielen Menschen, die für diese Unternehmen arbeiten!

Bauen im
öffentlichen Bereich

Das Bauen für die öffentliche Hand ist nicht die Kernkompetenz von Herzog Bau und war es auch nie. Trotzdem schenkten die Gemeinden dem Unternehmen immer wieder das Vertrauen, um wichtige Projekte für die Region umzusetzen. Dies begann bereits im Jahre 1925, als Albert Herzog mit der Neuerrichtung des Wohn- und Stallgebäudes der Landwirtschaftsschule beauftragt wurde. Auch das Postgebäude in der Zeller Innenstadt wurde in den 1920ern neu errichtet und seitdem mehrmals aus- und umgebaut, genauso wie die neue Hauptschule, die 1930 eröffnet werden konnte.

Auch eines der Großprojekte des Landes Salzburg in der Zwischenkriegszeit, die Großglockner Hochalpenstraße, kam nicht ohne das Zutun von Herzog Bau aus. Deren Errichtung 1930-1935 war nicht nur ein touristisches Pionierprojekt, dem Landeshauptmann Franz Rehrl größte Aufmerksamkeit widmete, sondern diente auch der Schaffung von Arbeitsplätzen während einer wirtschaftlich harten Zeit. Albert Herzogs Unternehmen wurde als Spezialist bei Hangverbauten eingesetzt, und das spätere „Dr. Wilfried-Haslauer-Haus“ am oberen Nassfeld, welches während der Bauzeit als Unterkunft für Arbeiter diente, wurde zur Gänze von Herzog errichtet. Dipl.-Ing. Franz Wallack, der mit der Planung der Hochalpenstraße Berühmtheit erlangte, blieb der Familie Herzog noch lange freundschaftlich verbunden.

Sport wurde und wird in der Familie Herzog großgeschrieben, vor allem im Eishockey brachte es der eine oder andere Herzog bis ins österreichische Nationalteam. So verwundert es nicht, dass dem Bauunternehmen die Errichtung von Sportstätten immer schon wichtig war. Als in den 1960er-Jahren das neue „Kurzentrum“ geplant wurde, welches eine Kunsteisbahn und ein Hallenbad beinhalten sollte, zeigte man sich bei Herzog Bau natürlich begeistert. Zuvor hatten sich Eishockey- und Tennisspieler die „Bräufelder“ auf den Poschachergründen des Hotels Post geteilt. Mit dem Bau der Kunsteisbahn auf den Gründen des ehemaligen Hotels Austria entstand ein modernes Angebot für den Eishockeysport und Publikumslauf. Das aufwändige Bauvorhaben konnte von Herzog Bau in Kooperation mit der Firma Mayreder in zwei Jahren Bauzeit umgesetzt werden, und das Kurzentrum wurde 1967 eröffnet.

Das Geschehen am Eislaufplatz nahm während der 1980er sportlich Fahrt auf und Zell am See wurde zu einer Eishockeystadt von nationaler Bedeutung. Vor allem dem persönlichen Bemühen Michael Herzogs ist es zu verdanken, dass es letztlich zu einer Überdachung und damit zum Bau einer modernen Eishalle in Zell am See kam. Die Halle wurde 1989 eröffnet, ein Jahr zuvor wurde noch das Busterminal vor dem Hallenbad erbaut. Sämtliche weiteren Ausbauten und Adaptierungen wurden ebenfalls von Herzog Bau vorgenommen, welche mit der Komplettsanierung des Hallenbades 2010 den derzeitigen Stand erreichten. Aufgrund der Sportbegeisterung und vor allem der Leidenschaft für das Eishockey, ist das Projekt Eishalle/Hallenbad bis heute eine Herzensangelegenheit für die Familie Herzog.

Anfang der 1990er-Jahre folgte mit dem Bau der Tiefgarage ein weiteres Mammutprojekt. Die „Unterkellerung“ des Zeller Postplatzes war aber nicht nur eine Herausforderung für Herzog Bau, auf deren Initiative die Garage projektiert wurde. Es musste schließlich auch der Verkehrsfluss durch die Zeller Innenstadt aufrechterhalten werden. Bedenkt man, dass es zu dieser Zeit den Schmittentunnel noch nicht gab, kann man sich vielleicht vorstellen, dass bei dieser Baustelle auch die Nerven vieler Zeller Bewohner auf die Probe gestellt wurden. Vor allem die Anrainer galten bei Laune gehalten zu werden, denn nicht selten wurde der Baulärm auch für die nachlassenden Schulleistungen der Kinder verantwortlich gemacht. Mit dem einen oder anderen Blumenstrauß sowie Worten der Zuversicht konnten die Betroffenen etwas milder gestimmt werden. Heute ist man in Zell am See glücklich über die Tiefgarage, die neben dem Schmittentunnel regelmäßig dafür sorgt, dass die Innenstadt nicht gänzlich im Verkehrschaos versinkt.

Neben dem Bau von Freizeit- und Infrastruktureinrichtungen war Herzog Bau in den letzten Jahrzehnten auch regelmäßig als Baufirma für zahlreiche Wohnbauten im Einsatz. Zu den namhaften Kunden zählten unter anderem die BUWOG, Bergland, GSWB und weitere. Diese Projekte wurden auch unter Beteiligung der öffentlichen Hand finanziert. Derzeit wird im Auftrag der Zeller Stadtgemeinde das Seniorenwohnheim in Schüttdorf von Herzog Bau erweitert und saniert. So nutzen die Menschen in unserer Region, ob Einheimische oder Gäste, ob Jung oder Alt, beruflich oder privat, tagtäglich die öffentlichen Einrichtungen, welche teilweise schon jahrzehntelang bestehen. Diese Bauten tragen wesentlich zur Lebensqualität und zur touristischen Attraktivität von Zell am See bei. Daher ist es für Herzog Bau immer wieder eine große Ehre und Freude, für die Allgemeinheit zu bauen!

Baustellen im Lauf der Zeit

Effizienz ist die Grundzutat für jede gute Baustelle. Bauherren sind froh, wenn ihr Vorhaben zügig umgesetzt wird, Bauleiter und Poliere freuen sich, wenn alles „wie am Schnürchen“ läuft, und am Ende des Tages ist es auch die Wirtschaftlichkeit solcher Unternehmungen, welche optimalen Einsatz von Material und Arbeitskraft gebietet. Es folgt ein kleiner Einblick in den Baustellen-Alltag der letzten Jahrzehnte:

Christian Pullacher, der 1951 zu Herzog Bau kam, erinnert sich noch gut an seine ersten Jahre im Betrieb. Es war dies eine Zeit, in der vieles noch so war wie vor dem Zweiten Weltkrieg, denn technische und logistische Innovationen sollten erst in den 1960er-Jahren erfolgen. Das bedeutete zum Beispiel, dass der Aushub auf allen Baustellen noch händisch gemacht werden musste. Auch die Anlieferung der Baumaterialien war mühsam: „Jeden Sack Zement hatte man sieben Mal in der Hand, bevor er verarbeitet werden konnte“, so Pullacher. Der Senior-Chef, Albert Herzog, wachte damals mit Argusaugen über die Arbeiter. „Er war sehr genau, sehr streng auch. Albert Herzog schaute sich jeden Mitarbeiter genau an!“, erinnert sich Christian Pullacher.

Albert Herzog dachte aber auch wirtschaftlich. Und so durfte die erste Mischmaschine, die in den 1950er-Jahren angeschafft wurde, etwa bei der Baustelle des Schüttgutes nicht verwendet werden, denn es wäre ja „schade drum“, wie der Baumeister meinte. Die Arbeiter mussten den Beton weiterhin per Hand mischen, während die Mischmaschine neben ihnen in der Sonne funkelte. Auch 1962, beim Umbau auf der Bergstation der Schmittenhöhebahn, durfte die „gute Maschin‘“ nicht verwendet werden. Auf der Baustelle wurde sie – vermutlich zu Repräsentationszwecken – aber dennoch platziert. Friedl Fahrnberger, der Ender der 1950er-Jahre zum Unternehmen gestoßen war, erlebte damals, wie die Mischmaschine aus dem Zahnkranz fiel und von der Bergstation bis zur obersten Seilbahnstütze kollerte. „Wenn das der Senior-Chef sieht!“, dachten sich die Arbeiter und kämpften die Mischertrommel in der Mittagspause über den steilen Berghang wieder nach oben. So machte die Mischmaschine in den ersten Jahren mehr Arbeit als sie den Mitarbeitern abnahm…

Als Herbert Herzog Anfang der 1960er-Jahre den ersten Kran anschaffte, musste er die immense Investition vor der ganzen Familie rechtfertigen. Es hat seiner Sache wahrscheinlich auch wenig geholfen, dass für den Kran am Bauhof kaum Platz vorhanden war. Aber der Fortschritt hielt Einzug und mittlerweile durfte auch die Mischmaschine (in Ausnahmefällen!) verwendet werden. Friedl Fahrnberger erinnert sich, dass er und seine Kollegen sogar freiwillig am Samstagnachmittag arbeiteten, da dann die Maschine in Betrieb genommen werden konnte! Auch Senior-Chef Albert Herzog ließ sich schließlich von der unaufhaltsamen Modernisierung des Baubetriebs mitreißen. Bei der Besichtigung der ersten hydraulisch betriebenen Mischmaschinen ließ er sich zu einem positiven Urteil hinreißen: „Jo, schon fesch!“, zeigte sich der Baumeister begeistert.

Mit der Modernisierung der Materialien und der technischen Lösungen am Bau fielen auch viele mühselige Kleinarbeiten langsam weg. Hilfsarbeiter, wie sie noch in den 1960er-Jahren zuhauf am Bau zu finden waren, gibt es heute kaum noch. Auch die Unternehmenskultur änderte sich im Laufe der Jahre, da immer besser ausgebildete Führungskräfte ins Unternehmen einzogen. Nicht immer gelang die Integration ohne Probleme: Albert Herzog etwa kam 1990 ins Unternehmen seines Vaters und seine erste große Aufgabe war die Bauleitung auf der Jahresbaustelle des Hotels Steigenberger in Kaprun. Hans Schartner, damals als „alter Hase“ auf der selben Baustelle tätig, erinnert sich: „Der hat geglaubt, er hat alles neu erfunden!“ Es seien einige „klärende Gespräche“ vonnöten gewesen, um die Ansichten der Beiden unter einen Hut zu bringen, erinnern sich beide heute amüsiert.

Christian Tiefenbacher, der 1990 als Maurer bei Herzog Bau angefangen hat, schätzt die hohe Professionalität, die heute am Arbeitsplatz herrscht. Die Arbeiter, so Tiefenbacher, seien stolz auf ihren Beruf und darauf, bei Herzog Bau arbeiten zu können. Zudem fänden sich immer wieder die gleichen Partien bei den Bauprojekten zusammen, dann laufe es „wie ein Uhrwerk“. Die Stimmung im Team sei stets gut, auch wenn es einmal hart hergehe. Das Familienunternehmen ist so auch für seine Mitarbeiter quasi eine „zweite Familie“.

Effizienz am Bau, das bedeutet heute etwas anderes als noch vor 100 Jahren. Waren es damals bedingungsloser Einsatz, Arbeiten bis weit nach Dienstschluss sowie am Wochenende und extremer körperlicher Einsatz, sind es heute vor allem Teamgeist, Verlässlichkeit und hohe Professionalität, die das Gelingen von Bauunternehmungen ausmachen. Mit den technischen Innovationen gilt es mehr denn je Schritt zu halten, und auch wenn Albert Herzog das Genau-Sein von seinen Vorgängern vererbt bekommen hat: Der letzte Herzog, der gesagt hat „Und dass ihr mir ja nicht die Mischmaschin‘ hernehmt!“, wird wohl sein Großvater gewesen sein…

Bauen am Berg

ein Fall für die Männer von Herzog Bau!

Jedes Projekt beginnt mit einer Idee. Doch Ideen gibt es viele und letzten Endes braucht es viel Überzeugungsarbeit, die richtigen Personen im selben Boot und vor allem Kapital, um Projekte umzusetzen. Und dann braucht es ein paar richtige Männer, die anpacken und die Ideen Wirklichkeit werden lassen: Bei Wind und Wetter, zu jeder Tages- und Nachtzeit und in jeder Höhenlage. Wie die Mitarbeiter der Firma Herzog Bau, die dies bei den vielen Projekten der Schmittenhöhebahn unter Beweis stellen konnten und noch immer können – im Rahmen einer Partnerschaft, die schon über 90 Jahre lang besteht!

Dem Zeller Juristen Dr. Eduard Bittner ist während eines Südtirolurlaubs im Jahre 1925 so eine Idee gekommen: Eine Seilbahn wie sie hier in Meran haben – das brauchen die Zeller auch. Schließlich ist die Schmittenhöhe als einer der schönsten Aussichtsberge Österreichs weithin bekannt! Gesagt, getan – Bittner fuhr heim, sprach über seine Idee mit ein paar Gleichgesinnten und wurde bei Landeshauptmann Franz Rehrl vorstellig, um die Finanzierung unter Dach und Fach zu bringen. Die Angebote wurden eingeholt, die beteiligten Firmen beauftragt und im Mai 1927 konnte bereits der Spatenstich zu diesem Megaprojekt getätigt werden.

Die Seilbahntechnik kam von einer der damals führenden Betriebe: Adolf Bleichert und Co. aus Sachsen hatte schon mehrere derartige Projekte realisiert. Für die Firmen vor Ort war der Bau einer Seilbahn hingegen etwas Neues. Albert Herzog war vier Jahre zuvor einen Unternehmensverbund mit der hiesigen Zimmerei Straßgschwandtner eingegangen und war in Partnerschaft mit Prikl & Eysert aus Salzburg maßgeblich am Gelingen des Projekts „Schmittenhöhebahn“ beteiligt. Bereits im Dezember ging der Probebetrieb los. Die Bauzeit von wenigen Monaten für Berg- und Talstation wäre auch heute noch beachtlich; für damalige Verhältnisse leistete man fast Übermenschliches.

Baumaschinen suchte man auf dieser Baustelle vergeblich. Alles wurde mehr oder weniger in Handarbeit erledigt. Transportiert wurde über die Hilfsseilbahn, die am 15. Juni in Betrieb ging. Etwa zur gleichen Zeit begann man mit den Stützfundamenten und der Bergstation. Am 29. Juni wurde bereits der Dachstuhl der Talstation errichtet. Wenn man bedenkt, dass etwa für den Fundamentsockel der Stütze 2 ganze 230 Kubikmeter Beton verbaut werden mussten, kann man erahnen, wie aufwändig diese Arbeiten waren – umso beeindruckender dieser zeitliche Ablauf!  

Der Bau der Seilbahn erfolgte in Windeseile und legte den Grundstein nicht nur für den weiteren Aufstieg des Ortes in die touristische Spitzenliga, sondern auch für eine der fruchtbarsten Partnerschaften für die Firma Herzog Bau. Mit der Schmittenhöhebahn AG sollten im Laufe der nächsten neun Jahrzehnte noch viele wichtige Projekte verwirklicht werden. Doch zuvor meldete noch ein weiteres Unternehmen Baubedarf an, und zwar in unmittelbarer Nachbarschaft zur „Schmitten“ …

1956 wurde die “Sonnenalmbahn Ges.m.bH.“ gegründet. Der Erfolg der Schmittenhöhebahn hatte die Hoffnung auf ein weiteres Seilbahnprojekt keimen lassen. Hauptgesellschafter waren die Stadtgemeinde Zell am See und die Schmittenhöhebahn AG, der Rest bestand aus einer Liste namhafter Zeller Bürger, die sich von der Bahn vor allem eine Belebung des Wintertourismus versprachen. Der Bau der Pendelbahn ging gewohnt rasch voran – bereits im April 1957 konnte gefahren werden. Mit dabei waren selbstverständlich auch die Männer der Firma Herzog Bau! Zwar waren schon Mischmaschinen auf den Baustellen zu finden, der Aushub erfolgte aber nach wie vor händisch. Die Arbeiter hatten Wind und Wetter zu widerstehen und viele Höhenmeter zu Fuß zurückzulegen. Der Bau der Sonnenalmbahn war vielleicht die letzte größere Baustelle, auf der man ohne Kran auskommen musste, denn einen solchen gab es bei Herzog Bau dann erst ab 1960.

Ab den 1960er-Jahren ging es auch auf der Schmittenhöhe rasant voran. Es entstanden über die Jahre zahlreiche Lift- und Seilbahnanlagen, welche mehrfach erweitert und umgebaut wurden, um den steigenden Kapazitätsansprüchen zu genügen. Die Winter, die ins Land zogen, brachten mehr und mehr begeisterte Skifahrer nach Zell am See, und auch in den Auftragsbüchern von Herzog Bau fand sich immer öfter die Schmittenhöhebahn AG als Bauherrin wieder. Als letztes großes abgeschlossenes Projekt sei hier der areitXpress genannt: Der mittlerweile wichtigste Einstiegspunkt ins Skigebiet war 1971 mit dem Bau eines Doppelsesselliftes geschaffen worden. Schon wenige Jahre später wurden die Rufe nach einer Umlaufgondelbahn laut, die dem Besucheransturm gerecht werden konnte. Die elendslangen Wartezeiten am Areit-Sessellift waren fast schon legendär geworden. 1988 war es dann soweit: Die Areitbahn wurde als kuppelbare 6er-Gondelbahn samt neuer Tal- und Bergstation eröffnet. 1996 wurde sie um die Sektionen II und III erweitert, allesamt Projekte, an denen auch Herzog Bau maßgeblich beteiligt war! Den letzten großen Schritt tat man 2017 mit einem Generalumbau der Seilbahn zu einer zeitgemäßen 10er-Gondelbahn. Die Talstation der nun areitXpress genannten Seilbahn hat ihren ganz besonderen Reiz und ist in jedem Fall ein Hingucker! 

Das Bauen am Berg ist in den letzten 100 Jahren eine Spezialität von Herzog Bau geworden, daran hat nicht zuletzt die Schmittenhöhebahn maßgeblichen Anteil. Neben den Seilbahn- und Liftanlagen war man am Bau von Versorgungseinrichtungen, Pumpstationen und auch zahlreichen Hütten beteiligt. Genannt seien als Beispiele der Neubau der Schmiedhofalm und die zahlreichen Umbauten und Erweiterungen des Berghotels Schmittenhöhe. Hoch hinaus will man mit der Schmitten auch in Zukunft, und so ist man derzeit mit den Arbeiten an der unteren Sektion des zellamseeXpress in Viehhofen beschäftigt, der ein wichtiger Schritt zum Skigebietszusammenschluss der Schmitten mit dem Glemmtal ist.

Das Gefühl, am Puls der Zeit zu sein, und Projekte zu verwirklichen, welche die Zukunft der ganzen Region positiv gestalten, ist ein wesentliches Element bei Herzog Bau. Die Partnerschaft mit der Schmittenhöhebahn AG steht dafür Pate und Herzog Bau freut sich, auch in Zukunft seine Männer in den Dienst der Schmitten zu stellen, um gemeinsam spannende Projekte verwirklichen zu dürfen!

Als Partner “der ersten Stunde” arbeiten wir bereits seit über 90 Jahren mit Herzog Bau erfolgreich zusammen. Bauen am Berg ist immer wieder eine ganz besondere Herausforderung, daher schätzen wir die professionelle Zusammenarbeit sehr. Wir arbeiten mit ausgezeichneten Fachkräften, die unsere Angebote kennen und das Geschäft verstehen. Ein ständiger Austausch ermöglicht es uns, laufende Verbesserungen auf der Schmitten zum Wohle unserer Gäste und Partner zu berücksichtigen.

Aus diesen Gründen danken wir Albert Herzog und seinem Team für die jahrzehntelange hervorragende Zusammenarbeit.

Dr. Erich Egger, Vorstand Schmittenhöhebahn AG

Albert Herzog

ein junger Maurermeister legt ein Fundament …

Das Jahr 1919 war ein Jahr leise keimender Hoffnung. Nach dem schrecklichsten Krieg, den die Menschheit bis dato gesehen hatte, war endlich Friede eingekehrt und langsam kamen die Soldaten des untergegangenen Kaiserreichs nach Hause zu ihren Familien.

Albert Herzog war seit Oktober 1910 als k.u.k. Pionier in Linz stationiert gewesen und hat daher den großen Krieg in seiner vollen Länge erleben müssen. Nach seiner Heimkehr im November 1918, schien auch er entschlossen, das Erlebte möglichst schnell hinter sich zu lassen. Am 14. Jänner 1919 heiratete er Anna Mayrhofer vom Ottinggut in Leogang. Wenige Monate später, im Juni 1919, kauften die beiden das Objekt in der Saalfeldnerstraße 199 in Zell am See welcher zum Firmensitz des Einzelunternehmens des Maurermeisters Albert Herzog wurde.

Albert Herzog war am 20. April 1889 in Saalfelden als uneheliches Kind der Anna Herzog geboren worden. Sein Vater war der Maurermeister und Kalkbrenner Josef Rainer aus Maria Alm. Albert erlernte ebenfalls das Maurerhandwerk und war bis 1910 im Betrieb des Vaters tätig. Nach seiner Zeit beim Militär arbeitete er als Polier und selbstständiger Bauleiter bei der Firma Wiechenthaler in Saalfelden. Seine Meisterprüfung legte er am 29. April 1919 in Graz ab. Damit war der Weg in die Selbständigkeit geebnet.

Das Maurerunternehmen in Zell am See begann klein. Der Bauhof wurde auf dem Gelände der Strubergasse errichtet. Dort befanden sich auch eine Kalkgrube und ein Kalkmagazin. Der darauf befindliche Schuppen wurde zum ersten Lagerplatz des noch jungen Betriebs.

In den ersten Jahren des Bestehens stellte man Hohlblocksteine und Betonziegel noch selbst her. Auch Betonrohre wurden im Magazingebäude des Bauhofes zuerst händisch erzeugt, später dann mit einer Stampfmaschine. Die Materiallieferungen erfolgten mit der Eisenbahn: Vom Bahnhof wurden diese mit Pferdefuhrwerken zum Bauhof oder direkt zu den Baustellen gefahren. 

In Zell am See waren die Jahre zwischen den Weltkriegen von zahlreichen Verbesserungen und Modernisierungen der vorhandenen Infrastruktur geprägt. Die zunehmenden politischen Unsicherheiten verschärften die Krise zusehends. Gerade noch rechtzeitig, so könnte man im Nachhinein sagen, gelang es der Zeller Bevölkerung im Jahre 1927 aber, ein Bauvorhaben zu realisieren, das den Grundstein für die erfolgreiche touristische Entwicklung in Zell am See legen sollte: Der Bau der ersten Seilbahn Salzburgs, der Schmittenhöhebahn! Mit dabei war selbstverständlich der Vorzeigebetrieb von Albert Herzog.

Mehr über dieses spannende erste Großprojekt der Firma lesen Sie in unserem nächsten Beitrag…

100 JAHRE

Am 14. Juni 1919 kaufte der Maurermeister Albert Herzog ein Grundstück in der Saalfeldnerstraße in Zell am See. Er legte damit den Grundstein für sein Bauunternehmen, das in den nächsten 100 Jahren zum Inbegriff für Qualität und Innovation im Bau werden sollte.

Das Jahr 2019 steht ganz im Zeichen unseres Jubiläums. Der Blick zurück ist zwar nicht unbedingt die große Stärke eines Unternehmens, das sich vor allem mit der Zukunft beschäftigt; trotzdem sind die Mitarbeiter von Herzog Bau und die Familie selbst stolz darauf, was in den vergangenen Jahrzehnten alles geleistet wurde.

Deshalb nehmen wir das 100-jährige Firmenbestehen zum Anlass, um ein bisschen in die Geschichte von Herzog Bau zu blicken und Ihnen das Unternehmen und die Menschen dahinter näher zu bringen.

In den kommenden Monaten werden wir auf dieser Seite einige Highlights der Unternehmensgeschichte präsentieren: Tolle Bauprojekte, Kuriositäten aus dem Arbeitsalltag und Interessantes von und über die Menschen, die das Unternehmen seit der Gründung mitgeprägt haben.